bereits im dritten Jahr in Folge findet die Aktionswoche „Zu Fuß zur Schule“. Rund um den gleichnamigen internationalen Aktionstag steht dabei ein wichtiges Ziel im Mittelpunkt: Weniger Elterntaxis vor der Schule und gleichzeitig mehr Bewegung und Selbstständigkeit auf dem Schulweg.
Dabei muss der Schulweg nicht vollständig zu Fuß zurückgelegt werden. Auch ein Teilstück zählt. Eltern können ihre Kinder beispielsweise an einem geeigneten, etwas weiter von der Schule entfernten Ort aussteigen lassen, sodass die letzten Meter zu Fuß zurückgelegt werden. Auch der Schulweg mit dem Fahrrad oder ein vollständig zu Fuß zurückgelegter Weg wird berücksichtigt. So kann jeder einen Beitrag zu einer ruhigeren und sichereren Verkehrssituation rund um die Schule leisten.
Zum Auftakt der Aktionswoche wurde die Verkehrssituation vor der Schule im Rahmen der Aktion „Kreis Borken sieht gelb“ von Radio WMW gemeinsam mit der Polizei genauer betrachtet. Ausgewählte Kinder des vierten Jahrgangs waren dabei aktiv beteiligt und unterstützten Stefan Benölken, den Verkehrssicherheitsbeamten der Polizei. Sie beobachteten gemeinsam mit ihm das Verkehrsgeschehen und gaben Autofahrer:innen direkt Rückmeldung zu ihrem Fahrverhalten.
Für die Kinder war dies eine besondere Gelegenheit, selbst auf die Verkehrssituation vor der eigenen Schule aufmerksam zu machen und Erwachsene für einen sicheren Schulweg zu sensibilisieren. Denn ein sicherer Schulweg gelingt nur, wenn alle Verkehrsteilnehmenden aufmerksam und rücksichtsvoll unterwegs sind.
Während der Aktionswoche vom 14. bis 18. September warten Eltern an verschiedenen Stationen rund um die Schule auf die Kinder. Wer aktiv zur Schule gekommen ist, erhält einen Stempel auf seiner Sammelkarte. Auf diese Weise wird sichtbar, wie viele Kinder sich täglich für einen aktiven Schulweg entscheiden. Die gesammelten Stempel kommen der gesamten Klasse zugute. Erfolgreiche Klassen können sich über besondere gemeinsame Aktionen freuen – beispielsweise über eine zusätzliche Spielestunde auf dem Schulhof, bei der Bewegung und gemeinsamer Spaß im Mittelpunkt stehen. Dabei geht es nicht nur um Punkte und Preise. Weniger Autos sorgen für eine ruhigere und übersichtlichere Situation vor dem Schulgelände. Gleichzeitig starten die Kinder mit Bewegung und frischer Luft in den Schultag.
Mit dem Ende der Aktionswoche ist das Projekt an der Buterlandschule jedoch nicht abgeschlossen. „Zu Fuß zur Schule“ begleitet die Schule durch das gesamte Schuljahr. Die Klassen sammeln kontinuierlich Punkte und können dadurch ihren Platz innerhalb des jeweiligen Jahrgangs verbessern. Am Ende jeder Woche werden die erfolgreichsten Klassen eines Jahrgangs besonders gewürdigt. Der erste Platz erhält auf der schulischen Sammelkarte ein ganzes Feld, der zweite Platz ein halbes Feld. Die aktuelle Übersicht ist im Schaukasten für alle sichtbar. So können die Klassen jederzeit verfolgen, wie sie im Wettbewerb stehen, und sich gegenseitig zu neuen Bestleistungen motivieren.
Zum Halbjahr und am Ende des Schuljahres wird es besonders spannend. Die erfolgreichsten Klassen eines Jahrgangs treten um den jahrgangsinternen Wanderpokal an und dürfen sich zusätzlich auf eine besondere gemeinsame Aktion freuen. Ob eine aktive Spielestunde auf dem Klettergerüst, eine Lesestunde mit Luna, dem Schulhund, oder ein anderes gemeinsam mit der Klasse vereinbartes Erlebnis – die Belohnungen stehen ganz im Zeichen von Bewegung, Gemeinschaft und gemeinsamen Erfahrungen.
Die Erfahrungen aus den vergangenen Jahren zeigen, dass die Aktion Wirkung erzielt. Das Verkehrsaufkommen direkt vor der Schule ist spürbar zurückgegangen. Besonders bei gutem Wetter wird deutlich, wie viele Kinder zu Fuß oder mit dem Fahrrad zur Schule kommen. Bei schlechtem Wetter steigt die Zahl der Elterntaxis dagegen wieder etwas an.

